Frédéric VAYSSE-KNITTER

Foto Frederic Vaysse-Knitter © Eric Mahoudeau

„Dieser Instrumentalist ist bereits ein ausgewachsener Meister der Nuancen, der souverän gestalteten Übergänge und der geradezu magisch wirkenden Fülle von Zwischentönen.”
Martin ETTER, Der Bund Bern

Der französische Pianist mit polnischen Wurzeln wurde mit dreizehn Jahren am Pariser Konservatorium angenommen, wo er bei VENTSISLAV YANKOFF und MICHEL BÉROFF studierte. 1992 bekam er die erste Auszeichnung für Piano und Kammermusik; er beschloß sein Pariser Studium mit einer classe de perfectionnement.

Auf Vorschlag von KRYSTIAN ZIMERMAN, den er in Paris kennenlernte und der ihm über viele Jahre beratend zur Seite stand, setzte er seine Studien bei WIESŁAW SZLACHTA (Musikakademie Kattowitz, Polen) fort und ging 1994 an die Musikhochschule Freiburg, die er mit dem Diplom als Solist absolvierte.

Frédéric Vaysse-Knitter nahm an Meisterkursen so bedeutender Musiker teil wie DMITRI BASHKIROV, GYÖRGY SEBÖK (Banff Institut, Kanada), ALEXIS WEISSENBERG, LEON FLEISHER, FOU TS’ONG und ALICIA DE LARROCHA. Er war Stipendiat der angesehenen Internationalen Klavierstiftung Theo Lieven am Comer See und Laureat des Juventus Festival in Cambrai. MARIA JOÃO PIRES entdeckte ihn während eines Workshops und lud ihn zum Piano(s) Festival in Lille ein, bei dem sie als Ehrengast anwesend war.

Frédéric Vaysse-Knitter ist viele Male in Spanien, Frankreich, Deutschland, Polen, der Schweiz, Belgien, Kroatien, Portugal und Kanada aufgetreten. Er spielte in so bedeutenden Häusern wie dem Auditorio de Murcia, dem Théatre des Champs-Elysées, der Opéra d’Avignon, im Herkulessaal in München, im Thèatre du Chatelet, im Nouveau Siècle in Lille sowie im Musée d'Orsay und der Opéra Garnier in Paris.

Als Solist hat Frédéric Vaysse-Knitter mit dem Orchester der Oper Avignon-Provence, dem Kammerorchester Toulouse, dem Kammerorchester der Auvergne, dem Orchester der Pariser Oper und dem Orchester Colonne gespielt, unter der Leitung von Arie Van Beek, Alain Moglia, F.X. Bilger, Michael Schmidtsdorff, Gilbert Amy und Peter Gülke.

Er trat u.a. beim Festival Radio France et Montpellier und beim Festival in Cannes auf, wo er bei der MIDEM 1997 den ADAMI als „Neuentdeckung Klassik“ bekam. Hinzu kommen Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, so bei France Musique, Radio Classique, dem Bayrischen Rundfunk, bei Radio Suisse Romande, TV Polonia und FR3.

Die häufigsten Partner des begeisterten Kammermusikers sind u.a. David Grimal, Alexandre Tharaud, Edna Stern, Ronald Van Spaendonck, Alissa Margulis, Gionata Sgambaro, Virginie Robilliard, Péter Szabó, Ferenc Vizi und das Iturriaga Quartett.

Das 2006 erschienene Hörbuch Monsieur Satie, l'homme qui avait un petit piano dans la tête, zu dem Frédéric Vaysse-Knitter die Klaviermusik eingespielt hat, erhielt den Großen Preis der Akademie Charles Cros und den Prix Jeunesse ADAMI.

Im Juni 2008 hat Frédéric Vaysse-Knitter die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach auf CD eingespielt, mit freundlicher Unterstützung von Yahama Pianos. Seit April 2007 ist er mit diesem Repertoire in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien unterwegs, sowie in Südamerika, wo er besonders gefeiert wurde.